Bericht vom Sommercamp im August 2017

Danke!

 

Als erstes möchte ich mich bedanken- DANKE für die Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernen in unserem wundervollen OrgaTeam! DANKE für die Gastfreundschaft und das Bereitstellen dieses wundervollen Ortes genannt "Aloha am See" welches uns köstlich bewirtet und viele Räume für vielfältigste Begegnungen geboten hat! DANKE an die 13 kleineren und 47 größeren Beteiligten am Sommercamp für all euer Sein, eure Ideen und Liebe, die ihr mit uns geteilt habt! DANKE für alle Helfer vor Ort, fürs Vorbereiten, Schnibbeln, Spülen, Aufräumen und die Kinderbetreuung!

 

Wellen im See

 

Selbst in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir nicht vorstellen können, dass das Sommercamp so wundervoll wird. Aloha am See war ausgebucht, die Küche war an den Grenzen ihrer Kapazität, das Programm war übervoll, es gab mehr Angebote als Zeit.

Einige nutzen die Nachmittage für Entspannung und gingen auf Erkundungstour in die Umgebung, waren baden im und mit dem Boot auf dem See. Das Sommercamp hat nicht nur dort Wellen ausgelöst. Von meinem Gefühl her haben wir in diesen 5 Tagen mehr Liebe und Licht in die Welt gebracht.

 

 

Zeit für Kinder

 

Die Kinder hatten eine schöne Zeit. Die größeren konnten sich frei auf dem Gelände bewegen, die kleineren hatten immer jemanden zum Spielen. Da unsere engagierte Kinderbetreuerin kurzfristig abgesagt hat, mussten wir mit 3 Helfern und den anwesenden Eltern improvisieren, was nicht ganz so ideal lief. Fürs nächste Mal wünschen wir uns ein ausgefeilteres Programm, möchten etwas anbieten, was Kinder interessiert, nicht etwas wo Kinder abgestellt/betreut werden. Damit wenigstens für eine kurze Zeit das afrikanische Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen" erlebbar wird.

 

Programm

 

Der rote Faden im Programm war die Gestaltung von Kommunikation und Flow in Beziehungen und Gruppen. Der Workshop von Ranjita hat vielen Anwesenden das Herz geöffnet und alte Wunden geheilt.

 

Politik

 

Wir wollten uns eigentlich nicht mit Politik beschäftigen, mussten es aber notgedrungen doch tun, nachdem wir merkten, dass eine Gruppe von Menschen vom "Königreich Deutschland" da war, die sich präsentieren und Anschluss an eine Gemeinschaft finden wollten. In einem mehrstündiger Prozess, bei dem wir uns im Team mit dem Thema und mit ihnen zusammen- und auseinandergesetzt haben, haben wir sie gebeten zu gehen. Menschlich fanden wir sie ganz nett, aber wir wussten nicht ob sie ihre Ideologien in das Sommercamp einbringen wollten. Am Abend haben wir diese Entscheidung bei einem Forum thematisiert und mit allen Teilnehmern einen Abschluss gefunden.

 

Potentialentfaltung

 

(...)

 

Teilnehmerstimmen

 

"Ich bin nach wie vor absolut dankbar für alles, was ich auf dem Sommercamp erleben durfte. Besonders gut gefallen hat mir die Verschiedenartigkeit der Menschen, die trotzdem alle ein gemeinsames Interesse haben: „wie können wir friedlich miteinander leben?“ Kommunikation ist hier ein grundlegendes Standbein, doch ich glaube auch, Achtsamkeit und Zeit zum Fühlen und Verdauen sind sehr wichtig. Die letztere fehlt oft, gerade auch bei einem Camp, wo so viel in so kurze Zeit gepackt wird – weil ja bei uns Menschen in der westlichen Welt Zeit so knapp ist. Wer in diesem (Sklaven-)System kann es sich leisten und einfach mal längere Zeit aus dem Alltag aussteigen und sich selbst und anderen Menschen wirklich begegnen? Und schauen, was sich aus den Menschen heraus ergibt, statt vorher große Pläne zu machen? Wenn Du willst, daß Gott lacht, mach einen Plan – genau dies hat sich wieder gezeigt. Und genau deshalb bin ich so dankbar."

~ Connie

 

" Hallo ihr Lieben..Ich fand es auch sehr schön...

Hab was gelernt..Hatte wunderbare Begegnungen...

Vielen Dank nochmal an alle ,vorallen an die mit der vielen Arbeit... "

~ Michaela

 

 

"Ich habe die Woche mit euch genossen,  war tief entspannt und fand  alle, mit denen ich ins Gespräch kam, sehr offen und ernsthaft auf der Suche. Meinen herzlichen Dank an alle Organisatoren und Mitarbeitenden für dieses Festival! Durch seinen  nicht an materiellen Interessen orientierten Charakter könnte es  Basis sein für zukünftige Freundschaften und eventuelle gemeinsame Projekte."
~ Claudia

 

 

"Es gab viele gute Momente für mich in Wusterwitz. Da waren die aufschlussreichen Vorträge über die Gemeinschaften. Besonders in Erinnerung habe ich die verbindende Kommunikation mit Asha und Uwe bei Heide-Marie. Das fand ich sehr mutig von den Beiden. Das Essen war ausgezeichnet gut und gesund. Vielen Dank an die Verantwortlichen, besonders an Asha. Leider konnte ich einige Angebote nicht wahrnehmen. Wenige Massagen waren mein Beitrag zum allgemeinen

Wohlbefinden. Dass Jürgen auch Massagen anbot, hat mich sehr gefreut. Die vielen freiwilligen Helfer trugen zu einem guten Spirit bei.

 

Beim Aufräumen vom grossen Raum, konnte ich die Sitzkissen fotografieren und eine kleine Unterweisung ins Ästhetik geben. Die dazugehörigen Bilder stelle ich Dir zur Verfügung. Die wenigen berührenden Gespräche zeigten mal wieder auf, wieviel wir alle gemeinsam haben. Ich hatte mich zu meiner Überraschung ein wenig verliebt, was ich als ein sehr angenehmes Gefühl wieder wahrgenommen habe. Es gibt in mir doch noch diesen Wunsch nach Nähe, Zugehörigkeit und Verbundenheit. Ich war mit dem Treffen, dem Ablauf und der Organisation in allen Bereichen sehr zufrieden. Besonders gut habe ich mich auch dabei gefühlt meinen Dienst anbieten zu dürfen. Ich war so gesehen nicht nur Konsument, sondern Mitgestalter. Nach dem Aufräumen und dem Entleeren der Schubkarren vom zusammengekehrten Laub, wurde mir noch einmal bewusst, wie wichtig ein Beitrag für die Gruppe ist. Die Hingabe an eine sinnvolle Aufgabe für andere hebt meinen Selbstwert und verbindet mich mehr mit den anderen, weil mir das auch ein Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt, das ich vielleicht nur beim Konsumieren und bezahlter Anwesenheit, so hätte nicht fühlen können. Also noch einmal vielen Dank an alle für die Bereitschaft sich auf dieses Treffen einzulassen. Ich verzichte jetzt darauf einzelne Namen zu nennen, bei denen ich das Gefühl hatte, Ihnen über die Gespräche sehr nahe

gekommen zu sein. Bedanken möchte ich mich auch für die vielen Beiträge und freiwilligen Dienste auf diesem Event. Vielleicht sehen wir uns ein anderes mal wieder. Wer Lust hat mir etwas in meine Videokamera zu sprechen, kann mich jederzeit kontaktieren. Liebe Grüsse von Gerhard."

 

Gerhard Muff

Schleiermacherstrasse 6

10961 Berlin

017628586047

GMuff@gmx.de

"Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinaus zu wachsen." (Gerald Hüther)

Kreative Lebenspraxis

 

Die Kreative Lebenspraxis ist ein alltagstauglicher Übungsweg, eine Kombination aus Körperarbeit, Kreativität und Achtsamkeitsschulung. Jeder Mensch ist kreativ und unser Alltag voller schöpferischer Momente. Wir improvisieren andauernd in allen möglichen Lebenslagen. Im sogenannten 'flow' gelingt uns das durch Hingabe, Gelöstheit und Wachheit; also durch Haltungen, die Zen, Yoga, Tao und andere geistige Traditionen immer schon als wesentlich betrachtet haben.

 

In diesem Workshop lernen wir die Grundlagen der Flowtheorie kennen, und durch praktische Übungen erfahren wir das Flow-Erleben ganz unmittelbar. Aus dieser Erfahrung heraus entwickeln wir individuelle Übungen, je nach Neigungen und Fähigkeiten, um sie in unseren persönlichen Alltag zu integrieren.
Referent: Manfred Kuber, Kreativitätspädagoge

 

Potentialentfaltung in Gemeinschaft

 

Bei diesem Workshop geht es um die Einführung in ein komplexes Thema und der Beginn eines Experiments.

 

Wenn wir Gerald Hüther richtig verstehen, sind bei uns allen während der Embryonalentwicklung Netzwerke im Gehirn angelegt worden, die uns befähigen, alles mögliche zu lernen, von Japanisch bis Svahili, vom Leben im Dschungel bis zum Leben in der Großstadt. Im Lauf von Sozialisation und Erziehung wurden diejenigen Verbindungen gestärkt und ausgebaut, die aktiv benutzt wurden, die restlichen bleiben zwar als Verbindungen
erhalten, werden aber funktionell im Lauf der Zeit vollständig von den aktiven "übertönt". Dadurch bleibt leider eine Menge Potential - etwa für kreative Problemlösungen - später ungenutzt.


Um diese Netzwerke zu reaktivieren ist es hilfreich, sich in sozialen Gemeinschaften auszutauschen, die das Gehirn durch Empathie und tiefe Verbindung dazu bringen, förderliche Botenstoffe auszuschütten. In offenen Begegnungen mit mitfühlenden, zugewandten Menschen ist dieser aktivierende Austausch besonders gut möglich. Wenn wir einander von Subjekt zu Subjekt, in einer lebendigen Beziehung begegnen, helfen wir uns, die Welt bedeutsam und sinnhaft zu erleben. Dann erfahren wir, dass wir bedeutsam sind, genauso wie wir sind, und nicht durch das, was wir alles geleistet haben.

So entsteht "Ko-Kreativität" und, wenn viele Hirne auf diese Weise verbunden sind, eine Art "Ko-Evolution".
Was ist dran an diesen Theorien von Hüther? Können wir eine Ko-Evolution bei diesem Sommercamp starten? Seid ihr dabei, bei diesem Experiment?

 

Moderation: Rikarda Battes, Buchhändlerin, Multitalent, "Scanner".

Selbstdarstellung

 

Die Selbstdarstellung wurde in der Kommunebewegung der 70er Jahre als Methode für gemeinsame Kommunikation, Konfliktbewältigung und Therapie entwickelt und weitere 20 Jahre variiert und differenziert. Was ich im Alltag nicht ausdrücken konnte, habe ich versucht abends in eine künstlerische Form zu bringen. So fand ich meinen Weg zu Authentizität und Kraft. Sich unvorbereitet einem Publikum zu stellen, bedeutet sich unkalkulierbaren Gefühlen auszusetzen. Das Publikum ist für den Darsteller, was die weiße Leinwand für den Maler: das Nichts, die Freiheit! Diese zu spüren ist ein großer Genuss, aber zwischen der Darstellerin und ihrer darstellerischen Freiheit stehen ihre Ängste, ihr Zorn, ihre Erwartungen und Wünsche. Das alles projiziert sie auf das Publikum. Die Auseinandersetzung mit dem Publikum spiegelt die Auseinandersetzung mit den eigenen Projektionen. Dieser Übersetzungsprozess ist keine Lüge sondern ein Erkenntnisprozess. Wer sich so zeigt wie er ist, wird geliebt, Authentizität ist schön.

 

Moderation: Claudia Steiger, Lehrerin,  Lebensberaterin, Malerin.

Der Bohmsche Dialog

 

David Bohm (1917 – 1992) entwickelte eine Form des Dialogs, deren Ziel er auf Basis des Wortursprungs (dia „durch“ und logos „das Wort“) als „Sinn, der durchfließt“, beschrieb.

Beim Dialog gibt es keine klassische Moderation. Die sog. Dialogbegleiter/innen erklären das Vorhaben, den Ablauf, ihre Rolle und achten lediglich darauf, dass der Dialog ein Dialog bleibt. Im Laufe der Dialogprozesse werden die Dialogbegleiter/innen überflüssig.

 

Moderation Elisabeth Camin, Mediation und Kommunikationstraining, http://elisas.info/

KräuterFeen-Wanderungen

 

Ihr erfahrt etwas über jene Kräuter, die sich uns an diesem Tag zeigen, über Mutter Erde, Kräuterwesen, das Blaue Volk... Hier und da gibt es ein Kräutermärchen.

 

Seid herzlich willkommen, Ilona, die Wölfin des Lichts.

CLIPS – Gemeinschafts-Ideen und Visionen verwirklichen mit CLIPS, dem Community Learning Incubator for Sustainability

 

Bericht und Präsentation des Global Ecovillage Networks, Präsentation von Sieben Linden.

 

Angebot von Kariin Ottmar

Und außerdem:

  • "Forum" am Samstag: Gemeinschaften stellen sich vor
  • Energydance mit Uwe www.energydance.de
  • Verbindende Kommunikation mit Heide-Maria www.ranjita.de und Asha
  • Malen mit Kindern und Erwachsenen mit Mirja
  • Yoga mit Ines
  • Ina Welpmann gibt uns einen Einblick in das ZEGG - Leben
  • Mantrensingen mit Ulrike Bleyl
  • Friedenstänze mit Eckehart Sturm
  • Gesang für die Erde: Konzert
  • Schenken statt Tauschen mit Connie

 

Aktuelles

Letzte Aktualisierung:

25. September 2017

Kontakt und Fragen per Mail an projektwir(at)battes.de oder auf der Newsletterseite über das Kontaktformular.

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